Frühling im Haar

Frühling im Haar

 

Die Tage werden wieder länger, die Sonne zeigt sich öfter, und die Outfits werden endlich leichter. Wie sehr freuen wir uns darauf, den schweren Wintermantel gegen einen dünnen Trenchcoat einzutauschen, oder endlich mal wieder die Jeansjacke tragen zu können. Die dunkle Jahreszeit hatte natürlich auch ihren Reiz, aber jetzt sehnen wir uns nach Sonne, Frühlingsblumen und den ersten Abenden, die man nicht eingekuschelt auf dem Sofa verbringen muss, weil draußen „Schietwetter“ ist, wie wir Hamburger sagen.

Natürlich braucht man zu den ersten Frühlingsoutfits auch die passende Frisur. Wie sagte schon Christian Dior: „Blumen sind, außer den Frauen, das schönste Geschenk, das Gott der Welt gemacht hat.“ Wir zeigen Ihnen, wie mit den ersten Frühlingsblumen sowohl ein dezenterer Look fürs Büro entstehen kann, als auch Frisuren für besondere Anlässe. Ob ein Sonntags-Brunch mit Freundinnen oder eine Frühlingshochzeit - eine Frisur mit einem blumigen Highlight ist etwas Besonderes und erfreut jeden Betrachter.

Blumenkranz DIY

Der Klassiker unter den Blumenfrisuren ist definitiv der Blumenkranz. Man kann sie fix und fertig kaufen, doch viel schöner und individueller ist der selbstgemachte Kranz. Die Fertigung erfordert kein außergewöhnlich großes Basteltalent, und man kann seinen Vorlieben in Bezug auf Blumen, Farben oder Volumen freien Lauf lassen und dem Anlass entsprechend anpassen. Wichtig ist zu beachten, dass die verwendeten Blumen möglichst frisch sind, um einen solchen Einsatz durchzuhalten, schließlich möchten wir nach blühendem Frühling aussehen und nicht kurze Zeit später schon nach welkem Herbst. Für den Kranz selbst benötigen Sie Ihre Lieblingsblumen, eine Schere, selbstklebendes, grünes Blumenband und Draht mit ca. 1 mm Durchmesser. Dieser wird zu einem Ring geformt, gerne auch doppelt. Die richtige Größe passt man am besten am eigenen Kopf an. Dann werden die ausgewählten Blumen auf etwa 5-6 cm gekürzt und zu kleinen Sträußen zusammengestellt. Diese ordnet man auf dem Draht an und befestigt sie jeweils mit dem grünen Blumentape so, dass jeder Strauß die Stengel des vorherigen Straußes überdeckt. Der Abschluss wird dann etwas tricky, man kann aber einen verbleibenden Abstand auch elegant mit einer Schleife bzw. einem Band in passender Farbe füllen, was man am Hinterkopf einfach hängen lässt. Ein Blumenkranz steht übrigens Groß und Klein, und ist auch eine schöne gemeinsame Familien-Frühlingsbeschäftigung für nachmittags oder das Wochenende. 

Toll sieht so ein Blumenkranz auf sanft gelocktem Haar mit luftigem Volumen aus. Dazu wird in den Haaren eine walnussgroße Menge haltgebender Schaum verteilt, z.B. Paul Mitchell FlexibleStyle Sculpting Foam.  Nun werden die Haare auf große Heizwickler gedreht, wie beispielsweise die Pro Jumbo Heizwickler von Babyliss. Diese Wickler erzeugen in schulterlangem Haar sehr natürliche, Volumen gebende Wellen. Nach dem Auskühlen die Wickler entfernen und nicht durchbürsten, sondern nur mit den Fingern leicht durch die Haare fahren und im Anschluss mit Haarspray fixieren. Nun kann der Blumenkranz platziert werden und der Frühlingslook ist fertig.

Lockerer Blumen - Bun

Die Haare werden locker zum Zopf gebunden. Man bekommt das Haar schön griffig, indem man vorher etwas Sea Salt Spray in den Längen verteilt. Dann wird das Haar in Richtung des Haargummis leicht antoupiert und der Zopf eingedreht. Nun wickelt man ihn locker ein. Ist man am Ende des Zopfes angekommen, dann wird dieser rundherum seitlich mit Bobby Pins fixiert. Hierbei dürfen gerne einige Strähnen leicht gelockert werden, denn der Dutt soll in diesem Fall nicht zu sorgfältig oder gar streng wirken. Nun befestigt man, ebenfalls mit Bobbypins, einige Stengel oder Minizweige am besten mit kleinen, zarten Blüten ringsum. Geeignet ist hier zum Beispiel Schleierkraut. Das ganze funktioniert natürlich auch in der seitlichen Variante, allerdings wirkt der seitliche Dutt eleganter, wenn er tiefer platziert wird. Die Frühlingsblumen werden dann in dieser Variante einfach von oben eingesteckt.

Eingedrehter Oberkopf

Das Haar wird in den Mittelscheitel gelegt. Dann wird auf beiden Seiten jeweils eine Strähne langsam nach hinten eingedreht, dabei werden immer wieder unterhalb liegende Haare in kleinen Strähnen aufgenommen und mit eingedreht. Am Hinterkopf wird die Strähne jeweils mit einer Spange festgesteckt. Nun werden von oben vorsichtig nebeneinander kleine Blüten in die eingedrehten Strähnen gesteckt.

Eine weitere Option: Wo die beiden Strähnen aufeinandertreffen, wird das Haar mit Aufnahme von weiterem Unterhaar in einem geflochtenen Zopf zusammengefasst. Der Zopf kann dann ebenfalls mit Blüten verschönert werden.

Lockere, seitliche Banane

Eine lässige Abwandlung des beliebten Klassikers ist eine schöne Alternative zu den üblichen Hochsteckfrisuren. Dazu wird zunächst das Oberhaar seitlich zusammengefasst und mit Bobby Pins fixiert.  Das übrige Unterhaar wird in einzelne Strähnen aufgeteilt, die jeweils zu einer Art Rolle geformt und dann mit Bobby Pins von innen festgesteckt werden. Dies wird gewollt nicht zu ordentlich gemacht. In die entstandene, lockere Rolle werden dann einige frische Frühlingsblumen gesteckt. Auf dem Oberkopf kann noch zusätzlich ein Glanzspray (wie z.B. Goldwell Stylesign Just Smooth Diamond Gloss) verteilt werden, so sieht das Haar glänzend und gepflegt aus und Frizz wird verhindert. Der Unterkopf wird mit einem Halt gebenden Haarspray fixiert.

Autor
Carlotta v. S.

18. März 2020